J2019 Der 7. Urlaub in Japan Part2

2019-05-19 Kagoshima
Der heutige Tag war eigentlich der einzige Tag den wir Aktivitäten verplant haben wollten. Leider viel das im wahrsten Sinne ins Wasser. Aufgrund des ständigen Graupel Regens mussten wir zum zweiten Mal unsere Aktivitäten auf Sakurajima absagen.
Also ging es erstmal zum Bahnhof um die nächsten Reservierungen zu machen.
Darauf hin besuchten wir eine Bäckerei mit deutschen Namen. Die Bäckerei DANKEN. Diese hat auch Artikel Sortiment die entfernt an die Heimat erinnern aber trotzdem alle für den japanischen Markt angepasst worden sind. Eins ist dabei aber immer klar. Die Qualität und der Ideenreichtum der Japaner bei ihren Kreationen sind keine Grenzen gesetzt. Sowas wünscht man sich in einer deutschen Bäckerei. Das einzige was ich wirlich imer noch vermisse ist etwas mit Vollkorn oder ähnliches. Dannach ging es in den Marin Park am Hafen, ein wenig lokale Produkte anschauen. Auch mein Matcha Soft Eis durfte natürlich nicht fehlen was hier wohl aus eigener Milch Produktion hergestellt wird.

Leider ergab sich bis zum Ende des Tages keine wirkliche Gelegeheit etwas vernünftiges zu unternehmen.

2019-05-20 Kagoshima>Fukuoka
Auch am heutigen Tag erwartete uns mal wieder ein weiterer Transfer nach Fukuoka. Da wir aber leider bis 10Uhr ausschecken mussten, hatten wir doch noch ca 3h Zeit totzuschlagen was wir mit einen Spaziergang am Hafen taten.
Pünktlich um 12:30Uhr erwartete uns unser Taxi zum Kagoshima Eki.
Ich fahre persönlich in der Heimat gar kein Taxi, aber hier bei vollem Gepäck im Urlaub kann man sich das schon mal antun. Die Besonderheiten beim japanischen Taxi sind immer wieder ganz lustig sie mal live zu sehen.
Um 13:48Uhr fuhren wir mit dem Shinkansen dann weiter nach Fukuoka. Auch hier wurden wir von einem kräftigen Regenguss erwartet. Auch hier entschieden wir durch das Wetter doch lieber ein Taxi zu nehmen. Auf Kyushu ist eine Metro doch recht rar, und die Tram und den Bus mit Gepäck zu nehmen macht nicht wirklich Spass.
Angekommen in unserer Unterkunft das zweite Mal ein Appartment auf unseren Reisen. Zwar nicht riesig aber recht sauber, relativ neu eingerichtet.
Durch das bedingte Wetter richteten wir uns erst einmal neu ein.
Dannach folgte noch ein kurzer Ausflug nach Canal City um Ramen zu essen.
Ein Einkauf um für das nötigste ausgerüstet zu sein folgte dannach.

2019-05-21 Fukuoka
Am ersten Tag richtig angekommen folgte mal wieder Ausflug zum Bahhof für die nächsten Reservierungen. Auch hier wieder die Ernüchterung bei den Buchungen. Selbst in der Woche sind die Sightseeing Züge mehr als gut ausgebucht. Also erstmal das gängigste gebucht.

Im Bahnhof besuchten wir eine altbekannte Bäckerei Trandor die natürlich auch mal angetestet werden musste. Ansonsten stand heute der erste sinnvolle Ausflug auf dem Programm. Eine kurze Fahrt mit der Metro brachte uns nah unserem Ziel dem Fukuoka Tower. Leider war der Weg dorthin von der Metro Station dann durch nicht so kurz, aber durch einen gut betuchten Residental und College Complex doch nicht so uninteressant wie erwartet.
Ehrlich gesagt versprach ich mir nicht sovel vom Fukuoka Tower aber bis auf die Tatsache das dieser natürlich wieder von Mengen von Ausländern besucht wurde war er seine 800Yen doch wert. Sowohl der Ausblick auf die gesamte Stadt wie auch von unten ein imposanter Sendeturm der nebenbei als Monument und Aussichtsturm dient.^^
Auch der Spaziergang direkt am Wasser war ganz angenehm bei der langsamem ansteigenden Wärme.

2019-05-22 Fukuoka>Kumamoto<
Heute stand ein Auflug nach Kumamoto an, dort wo 2016 das grosse Erbeben zuletzt sein Ursprung hatte. Dementsprechend wurde in dieser Region einiges zerstört.
In 2016 wollten wir ursprünglich diesen Ort besuchen haben es aber aufgrund diesen Vorfalls verschoben. Jetzt haben wir dies nachgeholt. Als erstes stand der Suizenji Garden auf dem Programm. Soweit mir noch bekannt ist, wurde auch hier einiges zerstört. Besonders der „Teich“ und die Kois waren davon betroffen. Heute sieht man dem kaum noch was an. Wie immer halten uns Gärten immer etwas länger auf, was auch hier keine Ausnahme darstellte. Interessant hierbei ist, das man den Garten in der Stadt ohne Ausschilderung und/oder GPS als Ausländer, glaub ich niemals finden würde, so versteckt liegt er in der Stadt.
Das erste Mal hab ich hier mein Gimbal ausprobiert für einige Aufnahmen, ich hoffe das die Foto Aufnahmen sich dadurch nicht verschlechtert haben.
Ist doch eine Umstellung damit zu arbeiten.
Neu im Programm bei mir, ist das ich versuche 4K Videos damit zu erstellen, damit man mal eine Vorstellung hat wie zB. der Garten aussieht wenn man dort spazieren geht.
Dannach folgte noch ein kurzer Ausflug zur Burg, von dem wir allerdings nicht wirklich was sehen konnten weil diese mit am meisten von dem Erdbeben betroffen war. Der Wiederaufbau wird sich wohl noch bis 2038 hinziehen.
Am Abend für die Rückfahrt wollte David noch unbedingt mal mit dem neuen Mickey Mouse Shinkansen fahren was dann aber auch ohne Probleme geklappt hat.
Zum Essen folgte noch ein kurzer Zwischenstop im Yodobashi bei Uobei zum Kaiten Sushi essen.
Anm. meinerseits: Die Sonne hier auf Kyushu meint es nicht gut mit mir.
Für den hohen UV Anteil braucht man auch ein grossen LSF Faktor. SF50 reicht aber leider nicht aus wenn etwas vergisst. So stark wie in den letzten Tagen hab ich micht schon seit Ewigkeiten mehr verbrannt in der Sonne.
Zur Zeit ca 28°C und UV Index 10 von 13.

2019-05-23 Fukuoka >Kokura<
Am heutigen Tag stand wieder ein kleiner Ausflug an, diesmal gings nach Kokura mit dem Shinkansen. Wahnsinnige 17min Fahrzeit waren dafür nötig.
Dort angekommen kurz die Touristeninformation aufgesucht und ab in den Loop Bus der uns erstmal für 100Yen ins Toto Museum brachte.
Toto ist der Hersteller für Sanitär Artikel und ersten Toilette mit Spülung hier in Japan.
Gleich am Eingang wurden wir sehr zuvorkommend begrüsst und man fragte nach unserer Herkunft, damit man uns dementsprechend mit Pamphlets und Audio Guides versorgen konnte. Das Museum selbst befindet sich im ersten Stock im Erdgeschoss noch einmal der Showroom mit einer grossen Auswahl der aktuellen Artikel. Es ist schon interessant anzusehen wie diese Firma mit Porzellanware als zweites Standbein hier Fuss fassen konnte als man hier auch hier den Komfort erkannte die der Westen schon kannte zu der Zeit.
Faszierend ist dabei immer das die Japaner sich zwar überall immer etwas abgucken, aber das ganze für sich noch einmal neu erfinden und perfektionieren.
Die Technik hinter den aktuellen Toiletten(Washlets) steckt ist unglaublich.
In den letzten Jahrzehnten hat Toto immer wieder Design Awards usw. fr sich einheimsen können.
Auch was das Wassersparen angeht haben sie für den US Markt, neues entwickeln können.
7-8l für eine Spülung ist schon Standard auch bei uns, aber 3,8l ?
Alles in allem wer sich ein wenig für solche Tchnik angesprochen fühlt, sollte das Museum einmal besucht haben. Es kostet nix, und die Mitarbeiter sind sehr bemüht das du dir alles anschaut. In der Special Exhibition wurde ich angesprochen ob ich denn hier alles richtig verstehe weil doch einiges nur in Japanisch beschrieben ist.^^

Leider durften wir einige interessante nicht filmen oder fotografieren so das wir nur Handy Fotos hier abliefern können.
(diese sind noch nicht ganz vollständig up)

Da wir nun doch einige Zeit dort verbracht haben, entschieden wir uns mit der Monorail zurück zum Bahnhof zu fahren, um dann noch eine kleine Shoppingrunde zu drehen und erst einmal zurück zu fahren da David doch nun etwas essen wollte.
Zum essen hatten wir uns entschieden bei Ippudo Ramen zu essen.

2019-05-24 Fukuoka
Heute sollte eigentlich mehr oder weniger ein Ruhetag eingeplant sein. Komischerweise hab ich trotzdem rund 14500Schritte auf der Uhr gehabt. Immerhin kam ich heute halbwegs zum schlafen. Von rund 7h schaffe ich es schon fast 4h zu schlafen. Früher konnte ich mich schneller an die Zeit gewöhnen. Ähnlich geht es meinen Magen. Um ca 10Uhr ging es zu Fuss los nach Tenjin die Innenstadt von Fukuoka. Dort suchten wir nach einen Segawa Takyubin um unser Gepäck verschicken zu können am Montag, wo wir aber leider kein Glück hatten.
Das ist der Nachteil eines Appartments, es ist alles etwas anders. Im Hotel können wir jederzeit Gepäck von einen Ort zu einem anderen versenden ohne grossen Aufwand. Aber ohne Hotel braucht man etwas Hilfe dazu. Da wir noch etwas Zeit hatten, suchten wir noch flux ein Paar Läden auf die gerade in der Nähe waren. Ausserdem hatte David am Tag zuvor noch ein interessantes anderes „Tee Cafe“ gefunden im Netz was wir doch gleich mal nach einer „kleinen“ Suche im Unergeschoss einer Shopping Mall aufsuchten.
Kurz und knapp, dieser Bericht hatte nicht zuviel versprochen. Das war das bisher beste Matcha Parfait was ich hatte hier.(siehe Foto) David hat das gleiche als Hoicha Parfait was ich sicher auc nochmal testen werde.
Ein Kugel bestes Matcha Eis mit dementsprechender Sosse. Darunter Matcha Softeis und Flakes etwas gestockte Sahne, ganz unten wieder mein nicht so beliebtes Agar, hier aber nur sehr wenig und mit Kinako bestäubt. Sehr schön.
Nach dieser kurzen Pause fuhren wir mit der Metro noch einmal nach Nishijin um zum City Hall Museum zu kommen. Auch hier hat David kurzerhand noch etwas gefunden, was nicht unbesucht sein sollte.
Ein besondere Ausstellung von Studio Ghibli.
Beim Preis von 1200Yen waren wir etwas überrascht, aber . . . definitiv sein Geld wert. In der Ausstellung waren unter anderem unzählige Fotos, Poster, Skizzen Zeichnungen, Tropähen von der Geschichte Ghiblis zu sehen. Ausserdem Exponate von Miyazakis Arbeitsplatz, dem Cat Bus und als Besonderheit die Flora und Fauna von Nausicaä. Schon im Eingangsbereich waren wir von der Ausstellung überzeugt. Hier hang ein z.T. funktionsfähiges Luftschiff von Laputa mit dementsprechenden Effekten.
Dazu gab es vor der Ausstellung natürlich noch ein spezieller Museumsshop dazu.
Interessant war auch noch das wir so ziemlich die einzigen Ausländer unter vielen Japaner waren. Das Publikum war generell nicht so jung. Miyazaki sind eben für jede ALterklasse gedacht und gemacht.

Man kann sagen das wir dieses Jahr uns dem Thema Anime verschrieben haben.
Nie haben wir uns soviel diesem Thema in einem Urlaub gewidmet wie jetzt.
Nach diesem Ausflug folgte noch ein kurzer Abstecher nach Hakata für ein zweiten Versuch um unser Gepäck loszuwerden der aber ebenfalls in die „Hose“ ging.

2019-05-25 Fukuoka
Am heutigen Tag gibt es leider nicht wirklich viel zu berichten.
Ich entschloss mich schon am Vortag dazu ein Ruhetag einzulegen. David hingegen hat sich den Vormittag alleine durchgeschlagen und wir hatten beide mal etwas Freizeit.^^
Am Abend folgte noch ein gemeinsamer wieder nach Canal City, diesmal der Focus etwas mehr auf die Geschäfte dort. . . .

2019-05-26 Fukuoka >Sasaguri<
Da wir für den heutigen Tag etwas kleines gesucht hatten, entschieden wir uns für ein kurzen Besuch des Nanzo-in Tempel fast direkt an Station Kidonanzoin-mae. (ca 17km von HakataEki) Dieser ist ausdrücklich kein direkter Sightseeing Spot, und man wird schon direkt darauf hingewiesen in mehreren Sprachen.
Nach ein sehr kurzen Fussweg erreichten wir schon das Tempelgelände wo wir nochmals darauf hingewiesen wurde keine Fotos zu machen. Ausserdem ist es Gruppen nicht erlaubt die gesamteAnlage zu besuchen, aus Rücksicht vor den Gläubigen und Pilgern. Überall riecht es hier nach Weihrauch, kleine Wasserfälle, die zum Teil auch zum Meditieren genutzt werden, und unzählige kleine Schreine und unterschiedliche steinerne Figuren von Gelehrten und anderen Figuren aus der japanischen Geschichte finden sich überall am Wegesrand.
Nach diesen kleinen Rundgang, ging es durch einen Fels hndurch der zum wichtigsten Relikt führt. Ein liegender Buddha ca 30m lang und 300t Bronze. EIn Geschenk aus dem Land Myanmar für Japans humanitäre Hilfe.

Nach dem Ausflug ging erst nochmal etwas CDs stöbern bei unseren allseits beliebten Gebrauchtwarenladen drekt am Bahnhof Hakata.
Ein weiteres Parfait in Tenjin rundete diesen Ausflug bei der Hitze erstmal ab.
Am Abend folgte noch ein kleiner Ausflug nach Canal City um ein weiteres Eis direkt neben der Wassershow zu geniessen.
Als Abendessen kehrten wir noch in ein Restaurant ein, was auf Udon und Soba spezialisiert war. Aber auch viele andere Sachen standen zur Auswahl. Mir ging erstmal aber nur um Udon.

2019-05-27 Fukuoka>Beppu>Yufuin<
Am heutigen Tag stand wieder ein Tagesausflug an. Dazu mussten wir etwas früher los, damit wir mit dem Sonic früh genug nach Buppu kamen. Angekommen am Bahnhof dachten wir es wäre schlau eine weitere Station mit dem Local Train zurück zu legen um leichter zu den Jigoku „Ponds“ zu gelangen. Dumm dabei dies war wirklich nur ein kleiner abgelegener Bahnof, nur mit einer Hauptstr dorthin ohne Ausschilderung weil sich normal auch kein Tourist dort hin „verirrt“. Das kleine zweite Problem. Wärme + Anstieg knapp 2km 120m hoch.
Irgendwann gegen 11Uhr erreichten wir doch unser Ziel, dumm dabei nur das wir eigentlich Zeit sparen wollten weil wir nur knapp 4h Aufenthalt hatten in dem Ort. Aber nur ein kleinen Obulus von 2000Yen bezahlt und schon kann man sich alle 7 Naturwunder anschauen.
Um eins vorweg zu nehmen, ja sie lohnen sich, aber ich würde nicht unbedingt nochmal alle besuchen wollen. Speziell die ersten zwei, drei sind super. Die weiteren kann man sich drüber streiten als „westlicher“ Tourist. Aber bildet euch selbst eine Meinung dazu.
Eigentlich sollte es auch etwas mehr regnen, da hatten wir aber dementsprechend etwas mehr Glück als mit dem kleinen Fußmarsch. Ich hatte mir aber zur Sicherheit Deo Erfrischungtücher mit eingepackt, die sehr gut wirken.
Für die Rückfahrt bzw. Weiterfahrt entschieden wir uns für den Bus nach Beppu. Kurze Zeit später ging es mit dem Yufu auch weiter nach Yufuin, wo wir auch noch ein kleinen Aufenthalt von etwa 90min hatten.
Auch hier kann man sagen, schade. Wir hätten es genau anders rum planen müssen. Yufuin sah auf den ersten Blick doch sehr viel interessanter aus und mit seiner Landschaft in einem Ryokan mit Sicherheit der richtige Ort zu auspannen.
Der eigentliche Grund über Yufuin zu fahren war aber den Yufuin no Mori zu nutzen.
Dummerweise habe seeeehr viele Leute diese Idee. Was daran blöd war, schöner kleiner Bahnhof, mit schönen Tourist Center nebenan, aber total überlaufen mit Menschen wo der Zug ankam mit nur 12min Verspätung. Völlig untypisch in Japan aber die lokalen Züge können sehr wohl mal Verspätung haben. Nach etwa 20-25min fuhren wir Richtung Hakata zurück. Aber auch hier, mein kurzer Kommentar dazu. Als absoluter Zugfan, ja sicher, ein richtiges Highlight ansonsten kann man das nicht so geniessen weil der Zug eben total übelaufen ist. Ausserdem nicht mehr so neu.
Durch mechanische Probleme am Zug kamen wir mit nur 34min Verspätung in Hakata an. Da es recht spät war folgte nur noch ein kurzer Gang zum Curry Mann für ein verspätetes Abendessen.

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