j2015-05-15 Kyoto

Allgemeine Unternehmungen:

Kommentar von Alex:
Für mich fing heute der Tag mit einer nicht so guten Laune an, schon aufgrund einer Magenverstimmung. Man sollte nicht mehr essen als man sonst eigentlich gewont ist.

Ein Besuch im Kinkakuji mit seinen goldenen Pavillion brachte meine Stimmung wieder in die richtige Richtung. Darauf folgte ein Besuch um 15Uhr eine Teezeremonie bei Randy Channell Soei, ein kanadischer Teemeister der schon seit 40Jahren dies als einer der wenigen Ausländer dies seinen Gästen das auf eine besondere Weise näher bringt.

Der Besuch hat sich in jeden Fall gelohnt, besonders wenn man auch einige der vielen Details besser verstehen möchte.

Seine sympatische und sehr humorvolle Art macht das ganze sehr viel leichter damit umzugehen.

Kommentar von David:

Dieser Tag fing mit keinen guten Zeichen an. Bewölkung am Himmel und bei Alex. Trotzdem entschieden wir uns unseren Termin am Nachmittag warzunehmen. Da bis dahin noch viel Zeit und ein Tagesausflug dadurch nicht möglich war, ging es erstmal zum Frühstück in den Kyotoer Bahnhof, wo ich dann vorschlug den golden Pavillon zu besichtigen. Dieses setzen wir dann auch um und fuhren mit dem Zug in die Nähe des Tempels und gingen die letzten ca. 2 Kilometer zu Fuß dort hin.

Dort angekommen bemerkten wir schnell, daß wir nicht alleine waren. Hunderte von Menschengruppen, Touristen und Schüler, tummelten sich dort, um den Tempel Kikakuji, dem golden Pavillion bzw. sich damit zu fotografieren. Es ist definitiv einer der Orte die man auf einer Reise nach Kyoto besuchen sollte. Das imposante goldene Gebäude schimmert nicht nur in der Spiegelung im Wasser, sondern strahlt eine Eleganz aus, die man von keinem Goldbarren erwarten könnte. Doch auch der Garten, den der Pavillon umgibt, zeigt sich von seiner besonders schönen Seite. Verschiedene Stile können dort betrachtet werden.

Nachdem wir dort eine besinnliche, ruhige Zeit verbracht haben, obwohl viele Besucher dort waren, entschieden wir uns Sanjo-dori, eine der Straßen Kyotos, zu besuchen, um dort unser wichtiges Treffen mit dem einzigen ausländischen Teemeister „Randy Channell Soei“ warzunehmen. Vorab. Dies war eine der besten Entscheidungen, die wir je getroffen haben.

Da wir vor Ort etwas zu früh, ca. 1 Stunde, angekommen waren, entschieden wir uns die Einkaufsstraße hoch und runterzugehen und fanden dabei einige sehr interessante kleine Läden, die jeder für sich selber entdecken sollte. Kurz vor unserem Termin gingen wir dann in das Cafe „Ranhotei„, welches Randy Channell Soei gehört. Nach kurzer Zeit wurden wir in den 1. Stock des Gebäudes geschickt, wo wir Ihn dann persönlich antrafen. Mir war er schon aus einigen Sendungen von NHK World bekannt, aber in Persona, war er sogar noch sympathischer.

Nach dem Begrüßen gingen wir in einen kleinen Garten hinter dem Gebäude, wo wir eine Einführung in die Geschichte und die Evolution der Teezeremonie bekamen und er außerdem einen Einblick in den Ablauf der formellen und informellen Teezeremonie gab, die nicht erst mit dem Zubereiten des Tees beginnt. Der kleine Garten ist dabei ähnlich aufgebaut, wie das große Original.

Nach seinen Ausführungen ging es wieder in den 1. Stock, wo wir in den letzten Teil einer Teezeremonie gesprungen sind. Das Zubereiten des dünnen Tees und das vorherige Genießen der typischen Süßigkeit, die je nach Jahreszeit, Anlass, etc. an die Zeremonie angepasst wird.. Hierbei zeigt sicher überraschend, das nicht nur er den Tee zubereitete und Schritt für Schritt erklärtet, was er macht und wieso es so gemacht wird, sondern jeder der beiden Gäste, also wir, auch in den Prozess eingebunden wurden und den Tee zubereiteten. Hierbei wurden wir auf wichtige Dinge bei der Präparation des Tees aufmerksam gemacht und angeleitet.

Nach ca. 1 Stunde war die Tee Zeremonie leider auch schon zu Ende. Ich kann persönlich diese Erfahrung nur empfehlen. Randy Channell Soei ist nicht nur ein sehr guter Tee- und Lehrmeister, sondern auch es hat auch viel Spaß gemacht sich mit Ihm zu unterhalten. Der Beitrag für diese Teezeremonie war Lehrgeld, welches ich gerne bezahlt habe und sicherlich auch bei meinem nächsten Besuch in Kyoto wiederholen werde.

Danach traten wir den Rückweg an zum Hotel mit einem kleinen Umweg über eine unseren Lieblingsrestaurant-Ketten in Japan, wo ich Oyakodon, Kariage und kalte Soba-Nudeln hatte. Später nachdem wir im Hotel uns frisch gemacht hatten, ging es noch zum Bahnhof zurück um KitKat zu kaufen und Furishiki anzusehen. Leider konnten wir heute nicht so lange weg bleiben, da wir am nächsten Morgen weiter nach Hiroshima fahren werden.

Anzahl Bilder:

Videoaufnahmezeit:

Tagesmenu:
Nakau
Alex Oyakodon,MisoSoup

 

Anzahl Bilder:
Zurückgelegte Strecke zu Fuss:  17,4km

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